Propolis

Ein wunderbares Naturheilmittel

Bienenkittharz heilt viele äußere und innere Leiden

 

Was ist Propolis?

Die Kenntnis, welche der Mensch von der Propolis hat, reicht nicht ganz soweit zurück wie die des Honigs. Wir wissen aber, dass bereits mehrere Jahrtausende vor unserer Zeit die Priester des alten Ägyptens diesen Stoff kannten und ihn in großen Mengen in der Chemie und der Kunst der Mumifizierung ihrer Toten gebrauchten. Der sowjetische Wissenschaftler V. F. Orkin ("die antibakteriellen, entzündungshemmenden und regenerativen Eigenschaften der Propolis sind der sowjetischen Medizin seit langem bekannt"). Die eifrigen Bienen sammeln nicht nur den köstlichen Nektar aus verschiedenen Heilkräutern, sondern auch das erst jetzt als besonderes Naturheilmittel wieder entdeckte Bienenkittharz Propolis. Die Heilungsfördernden Eigenschaften des Kittharzes werden zunehmend auf der ganzen Welt geschätzt. In der Wundheilung, der Behandlung der Oberen Atemwege, durch die Stärkung der körpereigenen Abwehrkräfte und wegen der Lokalanästhesierenden Wirkung werden mit diesem Naturprodukt beste Erfolge erzielt. 

Sie holen sich dieses Wunderheilmittel aus Lärchen, Tannen, Fichten, Nussbäumen und noch anderen harzreichen Bäumen und Sträuchern und verarbeiten, ja verzaubern dieses wertvolle Harz durch Zugaben aus ihrem Wunderorganismus zum benannten Propolis, zum besten und natürlichsten Antibiotikum. Es ist eine rotbraune bis dunkelbraune harte Masse. Schon unsere Vorfahren erkannten den guten Heilwert des Baumharzes, aus dem sie wertvolle Heilsalben zubereiteten. Bereits der Name deutet das an. Im Griechischen heißt Propolis vor (pro) der Stadt (polis) oder, in einem klaren Satz: Unerwünschte Keime müssen draußen bleiben. Das funktioniert wunderbarerweise auch beim Menschen. Obwohl schon seit alters her als einzigartiges Naturheilmittel bekannt, wurde Propolis erst in letzter Zeit wieder in den Mittelpunkt weltweiter Forschungen gerückt. Propolis ist kraft seiner Abwehr von Krankheitserregern ein ideales Mittel zur Vorbeugung und Behandlung von Erkältungen und wirkt Entzündungen entgegen und das ohne Nebenwirkungen herkömmlicher Antibiotika. Aufgrund der Antibiotischen und entzündungswidrigen Wirkungen sind die Einsatzmöglichkeiten von Propolis im Dienste der Gesundheit äußerst vielfältig.

Nach sorgfältigen wissenschaftlichen Analysen fanden sich in Propolis folgende entzündungshemmende und gesundheitsfördernde Wirkstoffe: Aminosäuren, Fettsäure, Benzoesäure, Vitamine B, E, H, P, Vanillin, Isovanillin, ätherische Öle, Balsame u. a. m., sowie hochwertige Spurenelemente und Mineralstoffe.

Zusammensetzung der Propolis

Obwohl je nach Fundort die Zusammensetzung variieren kann, besteht Propolis hauptsächlich aus:

50 bis 55 % Harze & Balsame

30 bis 40 % Wachs

5 bis 10 % ätherische Öle

5 bis 10% Vitaminen & Antibiotika

5 bis 15% Mineralstoffe und Spurenelemente

Allerdings muss erwähnt werden, dass die wissenschaftlichen Forschungen zu den Inhaltsstoffen von Propolis noch lange nicht abgeschlossen sind. Der wertvollste Bestandteil von Propolis sind aber die natürlichen Antibiotika. Damit kann das Bienenvolk effektiv vor Krankheitserregern geschützt werden. Im weiteren wird Propolis von den Bienen, zusammen mit Wachs, zum Einbalsamieren von kleinen Tieren und Insekten benutzt, die sie zwar abgestochen haben, aber nicht hinausbefördern können, da sie zu schwer sind. Damit wird der Verwesungsvorgang blockiert.

Eigenschaften der Propolis

1. Keimhemmende und abtötende Eigenschaften auf zahlreiche

Bakterienstämme (z.B. Salmonellen)

2. Virenabtötend (Grippeviren)

3. Pilzabtötend

4. Schmerzbetäubend (anästhetisch)

5. Entzündungshemmend

6. Wundverschließend (Geweberegeneration)

7. Antirheumathisch

8. Abwehrstärkend

9. Antioxydahntisch (Konservierung)

Bei einer solchen Konzentration von entzündungshemmenden und heilenden Wirkstoffen ist es nicht verwunderlich, dass auch die moderne Medizin die Propolis zunehmend als Heilmittel beachtet und es wurde auch von Ärzten zur Heilung vieler Leiden mit besten Heilerfolgen angewandt.

 

Herstellung von Propolis - Tinktur

Sauberes Propolis wird zuerst tiefgefroren und anschließend in einer Kaffee- oder Kräutermühle zu Pulver gemahlen. Dieses Pulver 2 Teile Propolis, auf 4 Teile Ethylalkohol (Trinkalkohol 96%) ansetzen. Die Mischung wird in einem lichtgeschützten und gut verschlossenen Behälter (Glas mit Drehverschluss) an einem dunklen Ort bei Zimmertemperatur ca. 4 Wochen aufgestellt und wenn möglich jeden Tag 2 bis 3 Mal geschüttelt. Anschließend wird die Flüssigkeit mit Hilfe eines Papierfilters (Kaffeefilter) gefiltert und in braunen Glasfläschchen, wenn möglich mit Tropfenzähler, aufbewahrt. Solche Fläschchen erhält man in Apotheken.

 

Hier nun einige Hinweise zur Anwendung mit Propolis -Tinktur

 

Es soll fast keine Wunden, Entzündungen oder Infektionen geben, denen man mit Propolis nicht beikommen könnte. Soll beste Heilwirkung bei allen frischen Wunden: Schnitt-, Schürf-, Kratz-, Biss- und Quetschwunden, wobei es immer zu einer schnellen Abheilung kommt. Ferner kann es bei eitrigen und alten Wunden, die mit Pharmaka schwer zu behandeln sind eingesetzt werden. Anwendungsgebiete soll das Propolis in Form von Tropfen, oder Salben zu empfehlen bei Akne,  Magenschleimhautentzündung, zur Stärkung des Immunsystems, Arthritis, Hühneraugen, Zahnfleischentzündung, Mandelentzündung, Gebärmutterentzündung, Ausfluss, Scheidenentzündung, Halsentzündung, Eiterprozessen, Erkältung, Asthma, Grippe, Husten, Tennisarm, Schleimbeutelentzündung u. a. m. gute Heilerfolge bringen.

Auch innerlich soll die Propolis -Tinktur bei vielerlei Infektionskrankheiten mit guten Heilerfolgen angewandt und eingenommen werden. Auch bei Bienen-, Wespen- und anderen Insektenstichen wird durch Bestreichen mit Tinktur ( gleich nach dem Stich ) schnelle Heilung ohne Anschwellung erreicht. Zahlreiche Versuche mit dieser Substanz haben ergeben, dass viele schädliche Mikroorganismen durch Propolis abgetötet werden. Dies gilt zum Teil auch für Viren bei Herpes. Darüber hinaus scheint es die körpereigene Abwehrkraft zu stärken.

Zur äußeren Anwendung verwendet man Wundtupfer oder Ohrenstäbchen. Tupfer sind jeweils nur einmal zu verwenden, sie dürfen also nicht nochmals von der Wunde wieder in die Tinktur getaucht werden. Die kranke Stelle wird täglich 2-3-mal bestrichen. Bei größeren Wunden ist bei der ersten Behandlung ein starkes Brennen unvermeidlich, das jedoch nach jeder folgenden immer mehr abklingt.

Zur inneren Anwendung soll die Propolis -Tinktur am besten eine Stunde vor dem Essen zusammen mit einem warmen Getränk eingenommen werden. Die Propolis kann je nach dem Grad der Krankheit allein oder zusätzlich mit den vom Arzt verordneten Medikamenten kombiniert eingenommen werden. Sie fördert die Bildung von Antikörpern und hat im Gegensatz zur Pharmaka keine Nebenwirkungen.

 

Zum Schluss darf ich aber auch mit Nachdruck hinweisen, dass natürlich auch Propolis kein Allheilmittel für alle Krankheiten sein kann. Bei jeder ernstlichen Krankheit ist daher immer der Arzt aufzusuchen, denn nur er kann die Diagnose der Krankheit feststellen.

 

Propolis - Salbe

Die Salbe kann wie jede andere Heilsalbe angewandt werden, bei offenen Beinen, Geschwüren, Brandwunden, Akne sowie bei Ekzemen verschiedenen Ursprungs. Ferner bei Sehnenscheidentzündung, Schuppenflechte, Tennisarm, bei allen frischen und alten Wunden und auch mit bestem Heilerfolg bei Hämorrhoiden.

Besonders allen Imkern, aber auch allen , die an diesem einzigartigen Naturheilmittel Propolis interessiert sind, darf ich die Broschüre "Propolis Heilkraft aus dem Bienenvolk" empfehlen.

Broschüre

Anwendungsmöglichkeiten von Propolis

 

Nachstehend sollen einige Anregungen für die Verwendung der Propolis vermittelt werden, die weitestgehend ohne Risiko sind. Zeigen sich allerdings allergische Reaktionen, sind die Behandlungen umgehend abzubrechen und der Arzt zu konsultieren.

 

Zur Hals- und Rachenraumbehandlung

Bei Auftreten von Beschwerden im Hals- und Rachenraum sowie von Schnupfen sollen 10 bis 15 Tropfen der Tinktur in ein Glas lauwarmes Wasser gegeben und mit diesem 2- bis 3mal täglich gegurgelt und anschließend kann es geschluckt werden. Die Beschwerden sollen in kürzester Zeit verschwunden sein. Gegen die Grippe, lässt sich wirksam ein Mittel verwenden, das sehr einfach in der Anwendung ist. Ein Teelöffel der Propolis-Tinktur wird in ein Glas Kamillen- oder Lindenblütentee gegeben und dieses mit Honig verfeinert. Täglich 2-3-mal eingenommen, soll es bald seine heilende Wirkung zeigen. Am einfachsten ist es mit dem einnehmen auf Zuckerwürfel oder Brot. Immer zuerst gut durchschütteln.  Einige Zeit warten bis das der Alkohol verflogen ist.

Herpes- und Grippebehandlung

Diese Krankheiten werden von Viren verursacht, die erfolgreich mit Propolis behandelt werden können. So ist es empfehlenswert, bereits prophylaktisch Propolis einzunehmen, die in Honig gemischt wird. Auch Herpes-Bläschen sollen sich erfolgreich durch Bestreichen mit Propolislösung heilen. Wenn du Wunden oder Herpes behandeln willst soll ein Tropfen auf die Wunde oder betupft mit dem Wattestäbchen genügen. Das Quercinin  hat sich bei Herpes wirksam erwiesen. Vorsicht beim entnehmen nicht kleckern in der Küche sonst gibt es Zoff mit dem Küchenchef.

Herstellung von Propolis - Salbe

Zur Salbenherstellung benötigt man Propolisextrakt, welches man auf folgender Weise gewinnen kann: Man stelle eine Propolis-Tinktur einige Zeit in einem offenen Gefäß, worin später auch die Salbe gemischt wird an einem warmen Ort. Nachdem der Alkohol verflogen ist, bleibt ein sirupartiges Konzentrat mit etwa 90% igem Propolisgehalt übrig. 80 g Propolis-Tinktur ergibt ca. 10 g weicher Propolisextrakt. Dieses Extrakt eignet sich dann hervorragend zum Herstellen von Salben. Bei den Propolissalben haben sich 15% - Salben als die günstigsten Heilsalben erwiesen.

 

            

Die beschriebenen Rezepte sind reine Propolissalben, ihrer Phantasie sind jedoch keine Grenzen gesetzt. Die einfachste Variante ist eine Propolissalbe mit Vaseline aus der Apotheke herzustellen. So können Sie auch andere Zutaten wie z.B. Wund - und Heilsalbe, Kamillenextrakt, Teebaumöl usw. beimischen.

Rezepte

Rezept 1:

 

Zutaten:

100 g Vaseline oder fertige Salbe aus der Apotheke

10 g weicher Propolisextrakt

Die Zutaten einfach gut vermischen ergeben eine feine Wundsalbe.

 

Propolissalben soll äußerlich gegen Ekzeme, Abschürfungen, Akne, Verbrennungen,  Hautpilze und schlecht heilende Wunden helfen.

 

Rezept 2:

Haarpflegemittel für fettiges Haar

 

Zutaten:

50g normaler Joghurt

etwas weicher Propolisextrakt

125g Honig

1 Eigelb

Die Zutaten einfach gut vermischen und für eine Stunde zur Seite gestellt. Die Mischung wird in das zuvor angefeuchtete Haar einmassiert und nach 30 Minuten mit einem milden Shampoo ausgewaschen.

 

Stärkung des Immunsystems

 

Propolis-Tinktur stärkt das Immunsystem und hilft in Zeiten erhöhter Ansteckungsgefahr. Einfach mehrmals täglich bis fünfzehn Tropfen auf Zuckerwürfel oder Brot träufeln und den Alkohol einige Minuten verdunsten lassen einnehmen.

 

Akne

 

Alle Formen der Akne sprechen auf eine Propolis-Behandlung an. Tragen Sie täglich eine Propolis-Tinktur auf, bis die Krankheit abklingt. Man kann auch eine Propolis-Creme als Hautschutz benutzen, wenn sich die Krankheit als langwierig herausstellt.

Allergien

Die Anwendung der Propolis kann in bestimmten Fällen zu Nebenwirkungen und allergischen Reaktionen führen. Dabei sind die einzelnen Propolisarten von unterschiedlicher, allergener Wirkung, ursächlich bezogen auf die beflogene Pflanzenspezies. Abhängig sind diese Reaktionen auch von der Jahreszeit.

Bevor Propolis angewendet wird, sollte die Verträglichkeit geprüft werden. Im Allgemeinen besitzt sie für den menschlichen Organismus eine sehr gute Verträglichkeit.

Da jedoch einige Menschen gegen Propolis allergisch sind, sollten Sie bei einem Erstkontakt einen kleinen Allergietest machen. Bringen Sie dazu Ihren Unterarm mit einigen Tropfen Propolis-Tinktur in Kontakt. Treten an der Stelle Hautreaktionen (z.B. Juckreiz) auf, so wäre der Test positiv, d.h. Sie sind gegen Propolis mit hoher Wahrscheinlichkeit allergisch.

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