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März
Wir erwarten den Reinigungsflug Das ist der schlechteste Monat für die Bienen. Vorerst hat man im Bienenvolk noch nichts verloren. Wir haben gut eingefüttert, das wissen wir! Die Völker können also keinen Futtermangel haben. Somit beschränken wir uns nur auf den Reinigungsflug. Hier kann man vieles erkennen, was mit den Bienen los ist. Steigen die Temperaturen an Tagen auf über 12°C und die Sonne schickt ihre wärmenden Strahlen, werden die Bienen nicht lange auf sich warten lassen. Jeder Imker dem es zeitlich möglich ist, sollte an solchen Tagen am Bienenstand den ersten Reinigungsflug beobachten. Während die Bienen ihren Reinigungsflug halten, sollte man sich auch in der Nachbarschaft umsehen, ob nicht Wäsche an der Leine hängt oder ein frisch poliertes Auto im Bienenflug steht. Das könnte Ärger geben, jetzt mehr als später im Jahr, obgleich auch dann die Bienen eine hintere Öffnung haben. Die Bienen sind jetzt schon gut in Brut. Außer das die Bienen ihre Kotblase entleeren, nutzen die Sammlerinnen das warme Wetter um Wasser und den ersten frischen Pollen von Frühblühern wie Haselnuss-Weiden-Schneeglöckchen und Krokus einzutragen. Beuten, die keinen Gitterboden haben, sollte man abfallend nach hinten oder vorne stellen, damit das Kondenswasser ablaufen kann. An einem schönen warmen Tag hilft man den Bienen, das Flugloch mit einer Feder von Unrat zu reinigen. Mäusegitter, wenn vorhanden, könnten auch entfernt werden. Die Völker sind nun schon stark in Brut und entsprechend hoch ist der Futterverbrauch. Wir ziehen die äußeren Waben um zu sehen, ob noch ausreichend Futter vorhanden ist. Wenn die Waben weitgehend leer sind, hängen wir entweder vorhandene Futterwaben zu oder legen einen großen Fladen Futterteig auf die Rähmchen oben drauf. Manchmal kann es auch sinnvoll sein, äußere Futterwaben näher an die Bienenbrut heranzurücken. Das Volk nicht unnötig lange offen stehen lassen, damit der Wärmeverlust möglichst gering bleibt.
Jeder Imker kennt das, wie eifrig die Bienen im Frühjahr nach Wasser suchen, um das Futter im Stock für die Brut vorzubereiten. Deshalb ist es ratsam, eine Bienentränke einzurichten. Diese sollte, wenn möglich abseits der Flugrichtung, an einem sonnigen und windgeschützten Platz sein. Schwimmpflanzen haben sich gut bewährt, die über das ganze Jahr eine gute Landemöglichkeit für die Bienen bieten. Bienentränken, also künstliche Wasserquellen, sind notwendig, wenn natürliche Wasservorkommen nicht, oder nicht immer erreichbar sind. Die Wasserversorgung muss durchgehend gesichert sein. Entstehen Versorgungslücken, dann werden andere mitunter unhygienische Vorkommen aufgesucht, von denen sich dann die Bienen nur schwer wieder zurückgewöhnen lassen. Beschreibung einer einfachen Bienentränke Die Bienentränke bestehend aus einem 5 Liter Eimer und einen Eimer der etwas größer ist zum überstülpen. Der 5 Liter Eimer bekommt unten in den Rand ein kleines Loch gebohrt. Ferner einen großen Untersetzer mit einer fast bis zum Rand reichenden Füllung aus Split- oder Kies. Nach dem wasserbefüllten 5 Liter Eimers wird sofort der größere Eimer übergestülpt. Der Wasserstand steigt im Split- oder Kiesbett so lange an, bis das Bohrloch unter den Wasserspiegel zu liegen kommt. Brauchen die Bienen Salz Es ist tatsächlich bekannt, dass mineralhaltiges Tränkewasser die Bienen anzieht. In den siebziger Jahren lief an der Landesanstalt für Bienenzucht in Erlangen ein Versuch, bei dem herausgefunden wurde, dass die Bienen leicht mineralisiertes Wasser (1 Esslöffel Salz auf 10 Liter Wasser) bevorzugen. Ähnliches können wir beobachten, wenn die Bienen unsere blitzblanke Tränke schmähen und dafür Jauchetümpel des Nachbarn oder Wasserpfützen auf Wegen aufsuchen. Sie benötigen die Mineralien für eine vollwertige Ernährung. Das Einfliegen von Bienen Um sich die Lage ihres Bienenstockes einzuprägen, unternehmen die Bienen in der Regel erst einen Orientierungsflug. Jungbienen etwa ab dem zehnten Lebenstag, Jungdrohnen schon nach acht Tagen. Das einfliegen findet meistens am frühen Nachmittag seinen Höhenpunkt. Wer genau hinschaut sieht, dass die Bienen mit dem Kopf zur Beute gerichtet auf und ab und von der einen Seite zur anderen fliegen. Mit der Zeit wird der Flugkreis immer größer und nach wenigen Minuten landen die ersten wieder am Beuteneingang. Während des Einfliegens sieht man mehrere Bienen am Eingang in Sterzelstellung. Sie haben dabei ihre Drüse am Hinterleib aufgeklappt und versprühen einen Duft, um den Bienen das Zurückfinden zu erleichtern. Start Imker Video Verein Biene Jahresarbeit Gesundheit Werkstatt Fotoalbum
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