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Januar Februar

Das sind Wintermonate, in denen es am Bienenstand absolute Ruhe sein sollte. In dieser Zeit kann der Imker seine Imkerliche Gerätschaften in Ordnung bringen. Es ist immer etwas zu erledigen, Waben schmelzen, Mittelwände gießen und einschweißen, und vieles mehr.

Hier wurde ganze Arbeit geleistet

An die absolute Ruhe hat sich der Marder nicht gehalten.

                 

Bienenwachs

Im Gegensatz zum Honig, dessen Ausgangsstoffe, Nektar und/oder Honigtau, die Bienen in der Natur sammeln, erzeugen Sie das Bienenwachs selbst. Sie errichten daraus den gesamten Wabenbau und verwenden es auch zum Verschließen der mit Honig gefüllten Zellen. Die Baubienen hängen reglos in der Bautraube und von Zeit zu Zeit erscheint ein Wachsplättchen an den Wachsspiegeln. Diese befinden sich auf der Unterseite des Hinterleibs. Die winzigen Wachsplättchen werden mit den Mandibeln durchgeknetet und mit einem Sekret der Oberkieferdrüse vermischt. Dadurch wird es geschmeidig und eignet sich zum Bau der Zellen. Gewöhnlich entwickeln sich die Wachsdrüsen bei den Bienen erst nach dem 10. Lebenstag. Die Produktion ist bei den 13 bis 18 Tage alten Bienen am größten. Für 1 kg Wachs sind etwa 4 Millionen Wachsplättchen notwendig. Wenn die Wachsplättchen an den Wachspiegeln erscheinen, sind sie, je nach Tracht, fast weiß, erst später bekommt es durch Aufnahme von Pollenöl, einem Inhaltsstoff des Blütenpollens die typische Gelbfärbung. Im Verlauf der Bruttätigkeit gelangen eine Fülle weiterer Stoffe in das Wachs, so dass es dunkler wird. Alte Waben, die nicht mehr im Volk verwendet werden sollen, werden nicht weggeworfen, sondern man gewinnt aus ihnen das wertvolle Bienenwachs zurück.

 

Der eigene Wachskreislauf

 

In den Herbstmonaten werden alle ausgemusterten Brutwaben eingeschmolzen. Beim aussortieren lieber großzügig sein und nur unbebrütete Waben überwintern. Wenn keine Brutwaben im Wabenschrank sind, bereitet auch die Wachsmotte kaum Probleme. Im nächsten Jahr bauen die Völker wieder Mittelwände aus und man hat einen sauberen hygienischen Wabenbau. Der Einsatz des Sonnenwachsschmelzers ist im Herbst schwieriger. Vor allem bei größeren Wabenmengen haben sich die Dampfwachsschmelzer bewährt. Ein Dampfwachsschmelzer ist ein Gerät, welches sinnvoll auf Vereinsebene oder von mehreren Imkern zusammen angeschafft werden kann. Der Fachhandel bietet exzellente Edelstahl-Wachsschmelzer, die mit Dampf arbeiten und gute Resultate beim Ausschmelzen von Wachs aus Altwaben liefern. Doch für den Anfänger sind diese meist zu teuer. Der Rohstoff Wachs ist einfach zu kostbar. Schließlich wird das Wachs zur Mittelwandherstellung und Kerzen wieder gebraucht. So bleibt nur der eigene Wachskreislauf als Alternative.

Dampfwachsschmelzer                  

Einfacher Selbstbau

Für den versierten Bastler, ist diese Funktionstüchtige Wabenschmelztonne mit einem kostengünstigen Dampfgenerator und niedrigen Kosten selbst herzustellen keine ernst zu nehmende Hürde. Innen ist ein Gitterboden mit ca. 8cm hohen Füßen. ( alles Edelstahl ) Auf dem Gitterboden liegt ein doppelt gelegter Jutesack ca. 5cm größer als die Tonne im Durchmesser. Der Jutesack bildet den Wachsfilter zur Reinigung. Er ist nach der Arbeit schlecht zu reinigen. Ich habe neuerdings ein 3mm 2 teiliges Alu-Lochblech fast passgenau eingelegt. ( läst sich besser reinigen ) Für die Filterung nehme ich jetzt ein feinmaschiges Edelstahlsieb, was auf dem Auffangbehälter liegt. Mit einem Honigseituch ausgelegt, wird das Wachs sauber für alle anfallenden Arbeiten. ( Kerzen Mittelwände ) Der Auffangbehälter muss etwas konisch sein, damit man das erkaltete Wachs stülpen kann. Auf das Alu-Lochblech werden die Altwaben und Wachsstücke aufgestapelt und mit dem Deckel verschlossen. Die Dampfzuleitung erfolgt über den Schlauch und führt direkt unter das Alu-Lochblech. Das schmelzende Wachs tropft am Boden über das Ablaufrohr in den Auffangbehälter. Der Ablauf bearbeite mit ¾ Zoll. Er darf nicht verstopfen, sonst hast du eine Heiß-Bombe. Besonders beim Schmelzen in der kalten Jahreszeit ist es zweckmäßig, mit Dämmaterial zu ummanteln. Für die Endreinigung stellst du den Auffangbehälter über Nacht in einen größeren Behälter mit Deckel zur Klärung.

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