Betriebsweise
Das Thema Völkerführung wird in vielen Imkerversammlungen kontrovers und leidenschaftlich diskutiert. Die Betriebsweise ist von jedem Imker nach seiner Zeit, Aufwand, Beute, Trachtverhältnisse, Bienenrasse, zu erarbeiten. Es gibt folglich keine Betriebsweise für alle Imker. Die von mir vorgestellte Völkerführung soll lediglich als Anregung dienen. Vielleicht kannst du, das eine oder andere in deine Betriebsweise übernehmen. In meinem Vereinsgebiet imkern mehrere Imker nach dieser Methode. Es wird dort eine sehr friedfertige, fleißige und nicht übermäßig brütende Carnica-Troiseck Biene gehalten. Seit 1983 sind die Bienen von der Varroamilbe befallen. Die Betriebsweise berücksichtigt daher die Bekämpfung dieses Parasiten und vorbeugende Maßnahmen gegen andere Brutkrankheiten. Die Bienenvölker werden in Magazin-Zargen loses Bodenbrett und Deckel mit je 11 Waben pro Zarge gehalten. Die Waben im Deutsch Normalmaß stehen im Warmbau zum Flugloch. Als Trachten werden zunächst am Heimatstandort die Frühtracht, Obst und Raps genutzt und anschließend was die Tracht sonst noch bringt.
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Erster Eingriff bei Völkern, die in einem Raum überwintert wurden Das Volk wurde in einem Raum überwintert und besetzt zwischen 6 und 8 Waben. Auf 2 bis 4 Waben ist Brut zu finden. Offenes Futter ist wenig vorhanden, und der erste Pollen wurde eingetragen. Der Bienensitz ist in Fluglochnähe zu bringen, damit das Flugloch ausreichend von den Bienen verteidigt werden kann. Als erste Wabe wird eine Pollen-Honigwabe gehängt, daran schließen sich die Brutwaben an. Die anderen Futterwaben werden hinter die Brut eingehängt, so dass Waben mit wenig Futter ganz nach hinten kommen. Das Austauschen der alten, mehrfach bebrüteten durch unbebrütete Waben dient der Krankheitsvorbeugung. Außerdem schlüpfen aus unbebrüteten Waben deutlich größere Bienen als aus ganz schwarzen, oft bebrüteten Wabe |
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Zweiter Eingriff nach 14 Tagen, bei einräumig eingewintertem Volk Das Volk besetzt jetzt mindestens 9-11 Waben und hat 7 Brutwaben. Die beim ersten Eingriff zwischen die Brut gehängte Futterwabe wurde leer getragen und ist mit offener Brut gefüllt. Große Pollenvorräte sind vorhanden. Täglich schlüpfen junge Bienen und verstärken das Volk. Die vorletzte Wabe ist der Drohnenrahmen.
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Um den Überblick über seine Völker und die durchgeführten Arbeiten zu behalten, empfiehlt es sich Aufzeichnungen nach jeder Durchsicht der Völker anzufertigen. Zweckmäßig, übersichtlich und schnell kannst du dieses mit einer Stockkarte erledigen.
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Honigraum wird aufgesetzt Volk füllt die ganze Zarge mit Brut aus. Bienen hängen unter den Waben und errichten Wildbau. Wenige Zellen stehen der Königin für die Eiablage zur Verfügung. In eine neue Zarge werden zwei Brutwaben gehängt. Zwei unbebrütete Leerwaben werden in Position zwischen die Brut in Zarge (1) gegeben. Der Wildbau unterhalb der Rähmchen wird entfernt. Die zweite Zarge wird über Absperrgitter aufgesetzt und mit Mittelwänden aufgefüllt. Da die Tracht einsetzt und reger Flugbetrieb herrscht, ist das Flugloch auf seine ganze Höhe und Breite zu öffnen. Korrektureingriff in 7 Tagen: Wenn Nachschaffungszellen angesetzt sind und Drohnen vorhanden sind, können wir mit zwei schöne offene Weiselzellen einen Ableger bilden. Ansonsten werden alle Zellen entfernt. Zarge (1) braucht nicht kontrolliert zu werden. Nach einer weiteren Woche sind alle Waben mit Honig gefüllt, denn es ist jetzt Trachtzeit. mehr Mai |
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Erster Eingriff bei Völkern, die in zwei Räumen überwintert wurden Das Volk belegt bis zu 12 Waben mit Bienen. Häufig sind es weniger besetzte Waben, da die Völker im Winter einen Teil der Bienen verlieren. Brut befindet sich auf bis zu 8 Waben bei sehr guten und 6 Waben bei durchschnittlichen Völkern. Häufig befindet sie sich im oberen Raum oder erstreckt sich über die zwei Räume. Das Volk besitzt noch einen guten Futtervorrat. Der erste Pollen ist auch schon eingetragen worden. Die Brut der Bienen benötigt zur Entwicklung eine Temperatur von ca. 35°C. Diese wird auch bei Außentemperaturen unter 0°C von den Bienen durch Verzehr von Futter und Muskelaktivität aufgebracht. Um eine Wärmeabgabe an die ungeheizten Zonen des Bienenkastens zu verhindern, wird das Bienenvolk auf einen Raum eingeengt. Bei dieser Maßnahme wird ein großer Teil der alten, mehrfach bebrüteten Waben entfernt. Dieses fördert die Hygiene im Bienenstock. Der zweite Raum wird abgenommen und der Bienensitz im ersten Raum in Fluglochnähe eingerichtet. Nach einer Pollen-Futterwabe kommen die Brutwaben aus beiden Räumen. Nach den Brutwaben folgen weitere Futterwaben. Wobei die Futterwaben abgedeckelt werden. Das nun offene Futter kann von den Bienen sofort aufgenommen und brutnah abgelagert werden. Außerdem wird Platz für neue Brut frei. |
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Erste Erweiterung Zustand des Volkes Volk füllt die ganze Zarge mit Brut aus, Bienen hängen unter den Waben in den hohen Boden und errichten Wildbau unter den Waben. Wenige Zellen stehen der Königin für die Eiablage zur Verfügung. In eine neue Zarge werden einige offene Brutwaben umgehängt. Unbebrütete Leerwaben werden zwischen die Brut in die erste Zarge gegeben. Der Wildbau unterhalb der Rähmchen wird entfernt. Die zweite Zarge wird aufgesetzt und mit unbebrüteten Leerwaben und Mittelwänden aufgefüllt. Ein Rähmchen hat lediglich einen Mittelwandanfangsstreifen, hier können die Bienen dann Zellen für die Drohnenbrut errichten. Stehen keine Leerwaben zur Verfügung, so wird nur mit Mittelwänden aufgefüllt. Da die Tracht einsetzt und reger Flugbetrieb herrscht, ist das Flugloch auf seine ganze Höhe und Breite zu öffnen. Korrektureingriff in 7 Tagen Zarge (1) braucht nicht kontrolliert zu werden. Die in Zarge 2 noch nicht ausgebauten Mittelwände werden neben die Brut gehängt, eine kann auch zwischen die beiden Brutwaben gegeben werden. Die Waben, die den meisten Honig enthalten kommen nach außen, die mit wenig Honig an die Mittelwände. Nach einer weiteren Woche sind alle Waben mit Brut, Pollen oder Honig gefüllt, denn es ist jetzt Trachtzeit. mehr Mai |
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Erweiterung auf 3 Zargen Das Volk besetzt jetzt 22 Waben, darunter befinden sich 10-15 Brutwaben. Alle Waben sind mit Brut, Honig oder Pollen gefüllt. Die Drohnenwabe ist voll bebrütet. Würde das Volk nicht erweitert, so käme es zum Schwarm. Möglicherweise werden schon die ersten Weiselzellen gepflegt. Alle Honigwaben werden in die Mitte Zarge 2 gegeben, wird abgehoben und aus Zarge 1 zwei Pollen-/Honigwaben an die Außenseiten von Zarge 2 gehängt. Nachdem alle Brutwaben auf Weiselzellen kontrolliert und diese entfernt wurden, werden einige Brutwaben aus Zarge 2 in Zarge 3 gegeben. Vorhandener Wildbau unterhalb der Brutwaben wird entfernt. Zarge 3 wird aufgesetzt und mit Mittelwänden und unbebrüteten Leerwaben aufgefüllt. Mittelwände immer an oder zwischen Brutwaben geben. Hier bauen die Bienen am liebsten. Wenn unbebrütete Leerwaben vorhanden sind, so sollten diese gegeben werden. Sie dienen der sofortigen Aufnahme von Nektar. Ein Absperrgitter, durch das die Königin nicht in Zarge 2 gelangen könnte, wird nicht eingelegt. Die vollen Honigwaben über dem Brutkern verhindern, dass die Königin Brut in die Waben der Zarge 2 anlegt. Wenn Eier im Volk vorhanden sind, so muss die Königin nicht extra gesucht werden. Korrektureingriff in 7 Tagen. Die Mittelwände sind mehr oder weniger ausgebaut und zum Teil bereits mit Honig oder Brut gefüllt. Der Nektar wird vor allem in Brutnestnähe eingetragen und behindert unter Umständen die weitere Entwicklung der Völker. Zarge 2 wird abgehoben und die weniger gefüllten Honigwaben durch stärker gefüllte der Zarge 3 ausgetauscht. In Zarge 3 werden die stärker gefüllten Honigwaben nach außen und die weniger gefüllten an das Brutnest gehängt. Eine Vergrößerung des Brutnestes ist nun möglich. Sind keine Weiselzellen in der Zarge 3 zu finden, braucht Zarge 1 nicht kontrolliert zu werden. Zeit dieses Korrektureingriffes beginnt der Raps am Heimatstandort aufzublühen. In diesen Fällen erfolgt jetzt bereits eine Schleuderung der Obstblüte. Honigwaben sind mehr als 2/3 verdeckelt. Dieser Honig ist haltbar und Schleuderreif. Die Drohnenwabe ist sicherlich verdeckelt und kann ausgetauscht werden. |
Schwarmverhinderung ohne Königin suchen