Herstellung 15%ige Milchsäure
Im Handel findet man die Milchsäure in verschiedenen Konzentrationen. Eine höhere Konzentration von 15%ige Milchsäure, muss man am besten mit destilliertes Wasser verdünnen. Die so verdünnte Milchsäure bringt man, wie unten beschrieben aus.
Eine 90%ige Milchsäure mit 6 Liter- eine 80%ige, mit 5,2 Liter destilliertes Wasser verdünnen.
Anwendung
Da man schon jede Wabe anschaut, kann man nun auch zugleich mit einer 15%ige Milchsäurelösung in einem Blumenzerstäuber sofort die Bienen ansprühen. Früh angewandt ist Milchsäure super, denn den Bienen macht sie nichts aus und es ist viel wert, wenn man die Milbenzahl so früh halbieren kann. Von Milchsäure kann die Varroamilbe nicht resistent werden. Sie kann nur an deinem Stand aussterben. Alle Ableger werden das ganze Bienenjahr hindurch alle 7 Tage mit Milchsäure besprüht. Weil die Ableger klein und überschaubar sind, ist das kein großer Aufwand. Die Königin kann ruhig mit der Milchsäure in Berührung kommen. Die Milchsäure muss Rähmchen für Rähmchen jeweils beidseitig aufgebracht werden. Alle Bienen müssen mit Milchsäure benetzt werden. Überdosierungen in der Quantität ist nicht gefährlich, man soll aber auch nicht die Bienen baden. Es genügt eine zweimalige Behandlung in einem wöchentlichen Abstand wenn die Völker wenig fliegen und brutfrei sind. Die offene jüngste Brut könnte darunter leiden, wenn sie in direktem Kontakt mit der Milchsäure kommt.
Rückstände und Gefahren
Mit Sicherheit ist Milchsäure eines der harmlosesten Produkte aus der Sicht von Rückständen im Honig und Wachs. Milchsäure ist ein natürliches Produkt. Deshalb kann sie auch, wenn es in hohen Dosen vorkommt ohne Schaden zu verursachen, in der Imkerei Verwendung finden. Die Milchsäure sollte man nicht anwenden, wenn der Honigraum sich noch auf dem Volk befindet. Der Imker sollte vermeiden, den Nebel der durch den Zerstäuber entsteht einzuatmen. Die 15%ige Milchsäure ist verderblich, so dass es sinnvoller ist, erst dann und in solchen Mengen zu verdünnen, die man für die Behandlung braucht. Milchsäure ist ein ausgezeichnetes Produkt, welches bei einer Verwendung in den Monaten Oktober bis November eine hohe Wirksamkeit zeigt. Besonders ist die Milchsäure geeignet, für Kunstschwärme und Schwärme zu behandeln um dort schon ein Großteil der Varroa zu bekämpfen.
Varroabehandlung mit Schwammtuch
Die Honigernte ist abgeschlossen. Nun können wir mit 60%ige Ameisensäure die Bienenvölker Winterfertig bearbeiten. Zuerst bekommen die Völker einen schupp Winterfutter ( ca. die hälfte ). Ein feuchtes Schwammtuch wird auf eine etwas größere Folienunterlage gelegt, damit keine Säure in die Wabengassen tropfen kann. Dosierung auf Völkergröße anpassen. Mit gekühlten 60%ige AS 2ml pro Wabe abends behandeln. Vor Einbringen der AS die Bienen mit Rauch zurücktreiben. Ausreichend große Fluglochöffnung beachten. Die Behandlung 4-Mal, wöchentlich 2-Mal anwenden. Die abgefallenen Varroamilben werden nicht gezählt, weil es zu viele sind. Nun wird fertig weiter eingefüttert. Die Varroabehandlung wird nun solange, 2-Mal wöchentlich durchgeführt und gezählt bis nur noch 1 bis 2 Milben fallen.