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April Im Laufe des Monats April wird es Zeit zur großen Frühjahrsdurchschau. Man sucht sich dazu einen warmen, sonnigen Tag aus, an dem die Flugbienen unterwegs sind und das Öffnen der Beute keinen zu großen Wärmeverlust für das Volk verursacht. Jedes Volk wird angeschaut, ob Futtervorräte und Brut vorhanden sind. Jede Wabe wird kritisch geprüft, ein Blick genügt, wenn es darum geht, Größe und Geschlossenheit des Brutnestes festzustellen. Sind junge und verdeckelte Brut da, spart man sich die Suche nach der Königin. Findet man keine Brut, ist das Volk weisellos. Das Volk hat Brut, ausreichend Futter und fliegt gut. Schließt den Deckel wieder zu und merke sich das Volk für eine rechtzeitige Honigraumerweiterung bzw. Brutraumerweiterung vor. Das Volk hat keine Brut, die Königin ist nicht zu entdecken, es sind nur die alten Winterbienen vorhanden, die sich beim Öffnen der Beute unruhig verhalten, nicht dicht wie auf einem Brutnest zusammensitzen: Man spürt gleich, hier stimmt etwas nicht. Eine Königin lebt gut 4-5 Jahre. Die beiden ersten vollen Jahre sind die besten. Da hat die Königin ihre höchste Legeleistung und baut starke, fleißige Völker auf. Auf einem kleinen Bienenstand sind im Frühjahr keine Königinnen auf Vorrat vorhanden, die man dem weisellosen Volk geben könnte. Es lohnt sich nicht, die bald absterbenden alten Bienen zu pflegen. Das Einfachste ist, die Bienen sich an ihren Futterresten voll saugen zu lassen und dann vor den anderen Kästen abzufegen. Als Anfänger fällt es einem schwer, sich von einem Volk zu trennen, auch wenn seine Pflege aussichtslos ist und außer Arbeit nichts bringt. Bald gibt es junge Ableger oder Kunstschwärme, und die alte Völkerzahl stimmt wieder. Herstellung 15%ige Milchsäure Im Handel findet man die Milchsäure in verschiedenen Konzentrationen. Eine höhere Konzentration von 15%ige Milchsäure, muss man am besten mit destilliertem Wasser verdünnen. Die so verdünnte Milchsäure bringt man, wie unten beschrieben aus. Eine 90%ige Milchsäure mit 6 Liter- eine 80%ige, mit 5,2 Liter destilliertes Wasser verdünnen. Anwendung Da man schon jede Wabe anschaut, kann man nun auch zugleich mit einer 15%ige Milchsäurelösung in einem Blumenzerstäuber sofort die Bienen ansprühen. Früh angewandt ist Milchsäure super, denn den Bienen macht sie nichts aus, und es ist viel wert, wenn man die Milbenzahl so früh halbieren kann. Von Milchsäure kann die Varroamilbe nicht resistent werden. Sie kann nur an deinem Stand aussterben. Alle Ableger werden das ganze Bienenjahr hindurch alle 7 Tage mit Milchsäure besprüht. Weil die Ableger klein und überschaubar sind, ist das kein großer Aufwand. Die Königin kann ruhig mit der Milchsäure in Berührung kommen. Die Milchsäure muss Rähmchen für Rähmchen jeweils beidseitig aufgebracht werden. Alle Bienen müssen mit Milchsäure benetzt werden. Überdosierung in der Quantität ist nicht gefährlich, man soll aber auch nicht die Bienen baden. Es genügt eine zweimalige Behandlung in einem wöchentlichen Abstand wenn die Völker wenig fliegen und brutfrei sind. Die offene jüngste Brut könnte darunter leiden, wenn sie in direktem Kontakt mit der Milchsäure kommt.
Rückstände und Gefahren Mit Sicherheit ist Milchsäure eines der harmlosesten Produkte aus der Sicht von Rückständen im Honig und Wachs. Milchsäure ist ein natürliches Produkt. Deshalb kann sie auch, wenn es in hohen Dosen vorkommt ohne Schaden zu verursachen, in der Imkerei Verwendung finden. Die Milchsäure sollte man nicht anwenden, wenn der Honigraum sich noch auf dem Volk befindet. Der Imker sollte vermeiden, den Nebel der durch den Zerstäuber entsteht einzuatmen. Die 15%ige Milchsäure ist verderblich, so dass es sinnvoller ist, erst dann und in solchen Mengen zu verdünnen, die man für die Behandlung braucht. Milchsäure ist ein ausgezeichnetes Produkt, welches bei einer Verwendung in den Monaten Oktober bis November eine hohe Wirksamkeit zeigt. Besonders ist die Milchsäure geeignet, für Kunstschwärme und Schwärme zu behandeln um dort schon ein Großteil der Varroa zu bekämpfen.
Die Blütezeit beginnt Mitte April ist es Zeit zum handeln. Die Obstblüte steht bevor. Zusammen mit Raps und verschiedenen Frühjahrsblumen und - Sträuchern, kann sie uns den ersten Honig bringen. Wenn zwei Völker nebeneinander stehen, kann man sie vor der Erweiterung trennen und eines davon an einen neuen Platz bringen. In der Nähe aufgestellt, verliert dieses seine Flugbienen, die sich dem Volk am alten Platz zugesellen. Hier muss rasch erweitert werden. Dies steigert die Chancen einer Frühjahrshonigernte beträchtlich. Denn Flugbienen bringen nur den Nektar in die Waben.
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